Wie die Kräuterseelen zu mir fanden

Wie sich die Pflanzenseele ihren Weg durch meine Hände suchte.

Meine starke Verbindung zur Pflanzenseele, die mir in die Wiege gelegt wurde, machte mich schon als Kind sehr feinfühlig. Ich konnte die Gefühle und Gemütszustände der Menschen und der Wesenheiten, die mich umgaben, sehr stark fühlen. Das war oft zu viel für eine kleine Kinderseele, und dennoch zog es mich immer wieder zu Menschen und in Situationen, die nach Heilung verlangten. Ich war als Kind sehr viel allein und hielt mich stundenlang in der Natur auf. Das war meine Kraftquelle. Hier in der Natur war die Welt in Ordnung. Da fühlte auch ich mich in Ordnung und geliebt, so wie ich war.

Meine Erfahrungen der zwischenmenschlichen Konflikte, der Disharmonien mit Familienmitgliedern, Mitschülern usw. brachte mich oft an die Grenze meiner seelischen Belastbarkeit. Das scheinbar unvermeidliche körperliche und psychische Leid der Menschen beschäftigte mich sehr und ich begab mich auf eine lange Suche, um den Grund für dieses Leiden der Menschheit zu finden.

Am Ende dieser Reise bin ich bei mir selbst angekommen, und ich habe die Wurzel des Leidens in mir selbst gefunden. Es war dies die Zeit, in der ich mich wieder begann, mit meinen Kräuterseelen auszutauschen. Ich hatte mich von meinen Wurzeln entfernt. Ich habe die Heilung, die Freude und das Glück bei den Menschen gesucht. Die Suche war erfolglos und blieb es so lange, bis mich eines Tages der leise Klang einer Glockenblume erreichte und in mir etwas zum Klingen brachte. Ich horchte in mich und ich fühlte, wie in meinem Herzen etwas zu fließen begann. Eine angenehme Wärme durchströmte meinen ganzen Körper, und ich fühlte mich unsagbar glücklich und frei. Ich verspürte das große Bedürfnis, diese Energiequalität auch an andere Menschen weiter zu schenken, und ich erhielt schon damals die leise Botschaft der Glockenblume, die Menschen, an die heilende Kraft der Kräuterseelen die in jedem Menschen vorhanden sind, zu erinnern.

Zu dieser Zeit litt mein Onkel an einem schweren Krebsleiden. Ich wollte ihm helfen und brachte ihm eine Kräuteressenz. Er freute sich sehr, mich zu sehen. Doch er würdigte die Tinktur kaum eines Blickes. Er lag da in seinem Bett und schaute mich mit flehendem Blick an und fragte mich, ob ich ihm die Hände auflege. Ich kämpfte mit den Tränen und sagte, dass ich damit keinerlei Erfahrung hätte.

Einige Jahre später war es meine Taufpatin, die mich bat, ihr die Hände aufzulegen, weil sie Beschwerden hatte und ein Gefühl ihr sagte, sie sollte mich um Hilfe bitten. Diesmal hörte ich auf meine innere Stimme, die mir eindeutig sagte, ich solle zu ihr fahren. Ich legte ihr die Hände auf bestimmte Körperteile, zu denen es mich förmlich hinzog, und ich hatte dabei das Gefühl, auf einer Wiese zu stehen. Ich spürte damals das erste Mal die Anwesenheit der Pflanzenseelen beim Auflegen der Hände. Ihre Beschwerden verschwanden nach einiger Zeit und sie ist heute noch gesund und munter.